Vandalismus – Gloria & Schwefel

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„Das schönste Kompliment war immer erst Beleidigung“, davon ist VANDALISMUS überzeugt. Der erste Vorgeschmack auf „Gloria und Schwefel“ lässt bereits durchblicken, was sein zweites Album unter immer noch frischem Namen zu bieten hat: Rapmusik, direkt aus dem Straßengraben, echt, dreckig und durch und durch Untergrund geblieben.

„Anti ist noch immer die beste Verteidigung“, deswegen bekommen Mainstream-Pop-Rap-Protagonist*innen bei „Rapmusik im Straßengraben“ im Vorübergehen ihr Fett weg. Tatsächlich vollzieht sich die Abgrenzung gegen glattpolierten, für Mainstream-Playlisten optimierten Produkt-Pop-Rap ganz von alleine. Wer VANDALISMUS je auch nur eine Minute lang zugehört hat, weiß: Wenn Fuchs und Hase sich nichts mehr zu sagen haben, fällt ihm immer noch etwas ein. Seine Zeilen entstehen nicht am Reißbrett oder Fließband. Seine Parolen fürs Schlafzimmer sind allesamt Herzenssache, und sie gedeihen besonders gut auf nächtlichen Bahngleisen.

Genau dahin begleitet VANDALISMUS, um die zugehörigen Bilder einzufangen, ein bewährter Wegbegleiter: In Zusammenarbeit mit Maxim Dean, der dem einen oder der anderen vielleicht schon im Umfeld von LGoony begegnet ist, entstanden in der Vergangenheit bereits mehrere Videos. Wer allerdings an diesem subversiven Abendspaziergang teilnehmen möchte, sollte besser keine Angst davor haben, sich die Hände schmutzig zu machen.

Das musikalische Gleisbett für „Rapmusik im Straßengraben“ legt wieder einmal simelli. Auf ihn stieß VANDALISMUS im Umfeld seines Labels Audiolith, er steuerte bereits zum Vorgängeralbum „Freunde lügen nicht“ mehrere Produktionen bei und wirkt auch an „Gloria und Schwefel“ wieder maßgeblich mit. Hier liefert er nun im Team mit Sutsche Mane einen Beat, der die einsame, leise melancholische, aber dennoch irgendwie heimelige Stimmung des Tracks einfängt und unterstreicht. Er lässt VANDALISMUS außerdem genug Raum für die infektiöseste Ohrwurm-Hookline seiner Karriere. Wieso kann der Kerl plötzlich singen? Egal, eigentlich! Er soll es, wie alles andere, einfach machen.

Foto: Maxim Dean