Riccardo kündigt die Debüt-EP „RICC DIE WELT“ an

Der Frankfurter Senkrechtstarter Riccardo kündigt nach seinen Hits „KIWI“ und „TRPPNHS“ für Ende September die Debüt-EP „RICC DIE WELT“ an und veröffentlicht heute mit „NIE ALLEIN“ die erste Single mit Video (www.youtube.com). Bis vor kurzem gab sich Riccardo noch den Künstlernamen „Corleone“.Doch während sich sowohl Vito als auch Michael Corleone in Coppola’s filmischem Meisterwerk mit Worten schwer taten, geht es Riccardo eher umgekehrt: Er kann einfach nicht den Mund halten. Tatsächlich feuert aktuell wohl keiner derart rasant und präzise seine Wortketten ab wie der Frankfurter Senkrechtstarter. Sein Durchbruchs-Song „Kiwi“, mit dem er unglaubliche drei Millionen Streams auf Spotify generierte, war sogar so vollgepackt mit Hooks, dass manche gar nicht mehr sagen konnten, wo der Refrain anfing und wieder aufhörte. Doch ging es hier keineswegs um einen Geschwindigkeits- oder Silbenrekord für das Guinessbuch. I

m Gegensatz zu vielen seiner Kollegen hat Riccardo wirklich etwas zu erzählen. Und genau das tut er in seiner Musik auch – mit Humor und der für ihn so typischen Offenheit. Wenn er also seine Debüt-EP „Ricc die Welt“ nennt, dann kann man das auf zwei verschiedene Weisen interpretieren: Zum einen als einen tiefen Blick in seine persönliche Welt, in der er sich sowohl stark als auch verletzlich gibt und das Herz auf der Zunge trägt. Und zum zweiten als eine Anspielung auf die Welt als Ganzes, die es zu erobern gilt – mit Charme, Humor, Ironie und einer ordentlichen Portion Straßenflair. Es erscheint nur passend, dass Riccardo für „Ricc die Welt“ den Corleone-Namen abgelegt hat.

Auf  „Nie Allein“ schlägt Riccardo wieder eine neue Richtung ein – und die wird einige Fans überraschen. Dabei hätte er doch einfach nur die magische Formel seines Klassikers „Kiwi“ – sinnliche Latin-Grooves, humorvolle Dealer-Lyrics, ganz große Hooks – kopieren müssen. Denn die Zahlen lügen nicht: Anderthalb Millionen Plays auf Youtube, drei Millionen auf Spotify, mit „Kiwi“ feierte Riccardo einen der ganz großen Sommerhits des Jahres 2018. Sich zu wiederholen jedoch stand niemals ernsthaft zur Debatte. Denn: Das Prinzip Veränderung gehört für ihn schlicht dazu. Vor „Kiwi“ verband man den Namen Riccardo zunächst mit dreckig-hartem, scheppernden Underground. Auf „TRPPNHS“ schaltete er plötzlich einige Gänge nach unten und erkundete einen frischen neuen Sound, tiefer und grooviger als alles, was er zuvor gemacht hatte.
Für „Nie Allein“ fackelt er erneut alle Brücken hinter sich ab und rappt über einem knisternden Garage-House-Beat, der von atmosphärischen Synthies unterfüttert wird. Auch textlich ist Riccardo nicht stehen geblieben. So ist „Nie Allein“ ohne jeden Zweifel das persönlichste Stück Musik, das er je geschrieben hat. Statt sich charmant, aber eben auch ein wenig erwartungsgemäß auf Klischees auszuruhen, erzählt er hier offen über seine Vergangenheit: Darüber, wie er lieber mit seinen Jungs auf der Straße abhing, statt in die Schule zu gehen. Über die Sorgen und den Stress, den er mit sich herumtrug. Und darüber, wie er sich dann doch dafür entschied, sich ganz der Musik zu widmen.

Es ist ein Song über das Vertrauen, das andere in einen setzen, auch wenn man selbst auf die schiefe Bahn zu kommen droht. Über Talent, das sich einen Weg bahnt, auch wenn die Umstände dagegen zu sprechen scheinen. Und natürlich ist es auch ein Versprechen an seine Mutter, die in ihm schon früh den Diamanten sah, den andere einfach nicht erkennen konnten: „Ganz egal, was ich sag, du verstehst mich sofort.“ Gleichzeitig finden sich auch hier die unverschämt eingängigen Mitsing-Passagen, mit denen er sich bereits in seinen frühen Singles von der grauen Masse absetzte. So ist dann doch nicht alles anders auf diesem Song, der sich erneut anschickt, Youtube und Spotify zu erobern. Wenn „Kiwi“ der Sommer gehörte, dann hat „Nie Allein“ das Zeug zum Herbst- und Winterhit.