Quakers – II: The Next Wave

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Die Producer-Supergroup Quakers veröffentlicht am 13. November ihr zweites Album „II: The Next Wave“. Acht Jahre nach dem von Kritikern und Szene gefeierten Indie-Rap-Manifest „Quakers“ setzen Supa K (aka Katalyst), 7STU7 und Portishead-Mastermind Geoff „Fuzzface“ Barrow ihre intergalaktische Mission mit Features von u.a. Sampa The Great, Jonwayne, Jeremiah Jae, Chester Watson, Boog Brown und Guilty Simpson stilbewusst fort.

Weiterentwicklung eines Underground-Manifests

Erst das kürzlich erschienene Beat-Tape „Supa K: Heavy Tremors“ verdeutlichte, dass im Universum von Quakers alle Grenzen offenstehen. Kein Sound ist zu abwegig, kein Pattern bleibt unmanipuliert, keine Idee scheint zu absurd. Mit einer eklektischen Mischung aus obskuren Samples und Synthesizer-Arrangements ist das zweite Album „II: The Next Wave“ die konsequente Weiterentwicklung ihres Underground-Manifests aus dem Jahr 2012.

Über 30 Rapper*innen hat sich das Trio hierfür vor die Membrane geladen. Quakers´ Kosmos changiert dabei stets zwischen psychedelischem Sci-Fi-Jazz und verspulten Leftfield-Beats. Nerd-Rap für Rap-Nerds, könnte man das nennen.

Milchschnitte für den Weltfrieden

Allein auf der Single „Double Jointed“ mit Stones-Throw-Zögling The Koreatown Oddity, dessen Album „Little Dominiques Nosebleed“ erst im Juni erschienen ist, ziehen Quakers sämtliche Register ihres Schaffens. Vibrierende Fusion-Orgeln, zerstreute Gitarren-Licks und beklemmende Militär-Percussions zerfließen hier unter dem gebrochenen Spoken-Word-Flow von Oddity zu einem Statement über HipHop, das menschliche Wesen und den beängstigenden Alltag als schwarzer Mann in den Vereinigten Staaten.

Das Video zu „Double Jointed“ von Mark Bijasa zeigt Illustrationen von Aaron Douglass und anderen Künstlern aus Alain Lockes Anthologie „The New Negro“. Das alles klingt bedeutungsschwanger und unzugänglich, scheut aber keinesfalls Humor und Selbstironie, wenn Oddity nach dieser schweren Kost am Videoende eine Milchschnitte verdrückt.

Ein Album für Aktivismus

Ähnlich wie „Quakers“ ist „II: The Next Wave“ gleichermaßen stumpfsinnig und tiefgründig, verspielt und bestimmt, experimentell und kompromisslos. Quakers verstehen ihr zweites Release als Kampfansage und Handlungsvorschlag – ein Album für Aktivismus – und verneigen sich vor den Worten des afroamerikanischen Songwriters und Aktivisten Gene McDaniels: „Wir haben unseren Planeten so gut wie zerstört, wir bringen uns nach wie vor noch gegenseitig um und erdreisten uns, immer noch über die Zukunft zu sprechen“. Es ist Zeit, unser Ändern zu leben.