Dave Peabody & Regina Mudrich – Some Of These Days

Diese CD zeigt, mit welch weitem Spektum an Musik Dave Peabody und Regina Mudrich als versiertes Duo aufwarten können. Perlen wie „Cold Iron Bed“ sind nahezu in Vergessenheit geraten. Ohne Jug, aber mit viel Innovation ersetzt das Duo mit Hilfe von Tim Penn am Piano die Jug – herhalten müssen diverse im Flügel positionierte Sitzkissen. Das Ergebnis ist ein alter Blues in neuem Gewand – atmosphärisch und klug. John Lee Hooker spielte nur wenige Aufnahmen mit Klavier, keine aber mit Violine. Das stört das Duo überhaupt nicht. Auch bei „Careless Love“ spürt man, dass Peabody und Mudrich sich wenig um Vorbilder scheren, nicht gewillt sind, zu kopieren, vielmehr die alten Aufnahmen schätzen, ohne sie nachzuspielen. Sie geben den Songs einen neuen Atem. So ist dieser alte Blues wohl zum innigsten, intimsten Stück der CD geworden. Ob nun Klassiker wie „After You’ve Gone“ oder musikalische Seltsamkeiten wie das Instrumentalstück der Mississippi Sheiks „Thats It!“, die wohl schnellste Aufnahme von „Everybody Loves My Baby“, das mit viel Gipsycharakter gewürzte „Some Of These Days“, das nahezu sparsame „Delta Bound“, das dadurch eine ungeheure Fragilität bekommt oder die drei aus Peabodys Feder stammenden Lieder „Picture The Blues“, „Standing On The Highway“ und „Please Don’t Tell Me You Love Me“ – dieses Album ist vergleichbar mit einem Feldblumenstrauß – wild, vielfarbig und voller Leben.

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