Camufingo – Eine authentische und facettenreiche Autobiographie

Mit seinem Debutalbum Ombanji veröffentlichte Camufingo am 21. September 2018 eine ungeschonte, authentische und facettenreiche Autobiographie auf zweiundzwanzig Tracks. 2018 soll Deutschland Zeuge davon werden, dass es möglich ist Rap, der ins Ohr geht, in seiner Muttersprache zu machen und dabei eine Schwarze* Realitat wiederzugeben, ohne sich einer weißen Mehrheit anbiedern zu mussen. Kein Zweifel, Kinder der Diaspora wissen wovon Camufingo spricht. Denn auf einem Weg, der mit Vorurteilen gepfastert ist, stolpern sie taglich uber die Frage, was bleibt, wenn man von Stereotypen und Fremdzuschreibung mal absieht. Auf der Suche nach einer Antwort verlasst Camufingo das Land seiner Mutter, um im Land seines Vaters, abseits der Komfortzone seine Seele zu heilen. So individuell diese Geschichte der Selbstfndung und Selbstermachtigung auch sein mag, so sehr ist sie es auch nicht, weshalb wir uns stellenweise selbst begegnen, wahrend wir dem roten Faden der Geschichte von Anfang bis Ende folgen. Ombanji bleibt im Ohr, als musikalische Dokumentation einer Reise, die uns von Unterdruckung, Unsicherheiten, Angst und Wut zu Kraft, Transformation, Widerstand und Selbstbewusstsein fuhrt. Mit genreubergreifenden Produktionen von Greg Dhilla, P-Body und Camufngo selbst, bewegt sich Ombanji dabei stilvoll zwischen up-, mid- und downtempo, Boom Bap und Trap Beats. Jeder Song wirft uns mit einzigartigen Ubergangen und Arrangements formlich in eine neue Dimension und erofnet Klangwelten wie man sie im Deutschrap bisher noch nicht gehort hat.

Dabei helfen auch die großartigen Feature-Gaste, die den flmischen Erzahlstrang des Albums begleiten und jeweils individuelle Charaktere der Geschichte verkorpern:

Peti Free (Nao Maya), Meli (Wechselfeber), Yatera (Du Bist Nicht), Adi Amati (Heimkehr, Wechselfeber) , Leila Akinyi (Heimkehr, Du Bist Nicht) , Melvi & Domingas (Heimkehr) , Shelly Phillips (Keine, Ndengue), X:A90TWO (Keine) und Sidney Frenz ( Unzerstorbar) – nicht zu vergessen die instrumentalen Features von Ndiaxo Diop (Talking Drum, Djembe), Shelly Phillips (Keys), Laila Vassana Melcher (Geige) und Julien Enzana (Trompete).