Bei uns ging einiges
Noch ein neues Werk hat der umtriebige Verlag am Start. "Bei uns geht einiges" will über die deutsche HipHop-Szene aufklären" Etwa 40 Aktive, überwiegend Rapper und DJs und fast alle Männer, erzählen, wie es war, back in the days. Breakdance im Kindergarten, die erste Platte, "Beatstreet" und ein bißchen sprühen. Die Geschichten ähneln sich, trotzdem reizt der Blick in fremde Lebensläufe. Leider ist das Buch ziemlich ungeordnet, springt zwischen Interviews, Selbst- und Fremdporträts. Nicht immer ist klar, wer über wen schreibt. Einige Sachen langweilen durch ewige Wiederholungen, andere überraschen und unterhalten, wie die Erinnerung an HipHop in der DDR. Das Herz der Macher schlägt für ihre Heimat Berlin, für sie auch deutsche HipHop-Hauptstadt. Alles in allem ein dickes, buntes Sammelsurium. Mehr als 350 Seiten zum kreuz- und querlesen plus Anhang mit Kontaktadressen zum erschwinglichen Preis rechtfertigen auch die billige Layout- und Druckqualität. Und der beste Satz kommt von Smudo: "Die deutsche HipHop-Szene ist immer noch ein kleiner Denver-Clan."
384 Seiten. 19,80DM.
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