„Zwangsvorstellung“ veröffentlichen im September 2006 ihr zweites Album „Von Ausserhalb Der Schachtel“ über Art 4 Real Records aus Bielefeld. Die beiden Artists Spike und Von EigenArt haben mit Rap-Battles und Beats angefangen. Nach ihrem gleichnamigen Debütalbum „Zwangsvorstellung“ gelingt es ihnen ihre Talente zu präzisieren. Ihre Entwicklung bis zum heutigen Album haben sie deutlich und hörbar gesteigert.
Unterstützt von DJ Stu kommt auf dieser Scheibe keine Langeweile auf, sofern man auf die Vocals achtet die durch die Komplexität der Klangwelten „MutterKind“, nur verstärkt werden. Die Anziehungskraft der Texte liegt im Tiefsinn der Worte und den durchdachten Vokabeln indem kein Wort verschwendet wird. Die Texte finden sich auf ihrer Homepage www.zwangsvorstellung.com wieder, wo man sich auch das erste Album anhören kann. Auch wenn es hier manchmal ganz schön düster zugeht, aber aus der Perspektive einer Zwangsvorstellung klingt das nun mal so „Aufgrund dunkler Vermutung“. Leider bleiben sie manchmal zu lange an einem Vokal hängen. Aber dennoch machen sie sich gekonnt und einfallsreich die Worte zu Eigen. Sie brechen sie in der Mitte durch kurze Pausen, um ihm mehr Ausdruckskraft zu verleihen „Fremdartig Klang“, „Rapextern“ , das macht ein weghören kaum noch möglich, ganz besonders bei dem gesprochenem Track „Jemand“, der den Wert des Menschen aus ihrem Ursprung heraus erklärt.
Das Album kommt authentisch daher und erfindet seinen Musikstil neu, kompromissloser und ehrlicher Rap. Schon das Cover macht klar, dass hier keine Schönwettermusik dargeboten wird und es hier finster zugeht. Blättert man auf die zweite Seite des Covers wird es dunkler. So dunkel, dass man kaum noch ihre Gesichter erkennen kann. Schwere hochgezogene graue Betongebäude bilden den Fokus aus der Vogelperspektive. „Von Ausserhalb Der Schachtel“ ins triste Grau blickend. Die dunkle Einfarbigkeit wird beim Öffnen der Schachtel von einem Orange umleuchtet. Diese Polarität spiegelt sich in den Texten und Klangdichten wieder. Mit einer Mischung aus mitreißenden und wieder düsteren Tracks bei einer Gesamtspieldauer von 58 min. verteilt auf 15 Tracks.
-------- www.zwangsvorstellung.com
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